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Lungenkrebsfrüherkennung mit Niedrig-Dosis-CT der Lunge
Lungenkrebs kann heute sehr schonend und zuverlässig
im Rahmen einer so genannten
Niedrigdosis-Computertomographie diagnostiziert werden.
Mit modernster Technik können Tumore bereits bei einem
Durchmesser von wenigen Millimetern entdeckt werden.
Das
Verfahren eignet sich daher sehr gut als
Früherkennungsmaßnahme für Patienten mit einem erhöhten
Lungenkrebsrisiko (z.B. starke Raucher). Erste Studien
zeigen, dasszahlreiche Lungenkrebse diagnostiziert werden, die
durchschnittlich sehr klein (< 20 mm), gut operierbar
und somit heilbar sind.
Was passiert bei der Untersuchung?
Mit dem
Multischicht-Computertomographen
der neuesten Generation ("64-Zeiler") erfolgt die Untersuchung
vollkommen schmerzfrei und ohne den Einsatz eines Kontrastmittels. Für
die Untersuchung müssen Sie sich ungefähr 10 Minuten im
Untersuchungsgerät aufhalten. Davon werden aber nur für ca. 20 Sekunden
Röntgenstrahlen ausgesandt, so dass Sie keine hohe Strahlenbelastung zu
befürchten haben. Die Untersuchung findet in "Atemanhaltetechnik"
statt. Für Sie bedeutet das, während der entscheidenden
Untersuchungsphase im Gerät kurz die Luft anzuhalten.
Nach der Untersuchung wird mit Unterstützung eines
Computerprogrammes nach Veränderungen in der Lunge gesucht. Durch den
Einsatz dieser Software können wir mehr Gewebeveränderungen (so
genannte Rundherde) als mit dem bloßen Auge erkennen. Darüber hinaus
ist eine exakte Größen- und Volumenbestimmung des Rundherdes bis auf
den Milliliter möglich.
Was ist für die Untersuchung zu beachten?
Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig. Medikamente müssen Sie
vor der Untersuchung nicht absetzen. Außerdem können Sie vor der
Untersuchung normal essen und trinken. Sie müssen nicht nüchtern sein,
da kein Kontrastmittel verabreicht wird.
Was ist nach der Untersuchung zu beachten?
Nach der Untersuchung findet eine erste Befundbesprechung statt,
anschließend können Sie wie gewohnt wieder nach Hause bzw. zur Arbeit
gehen.
Wissenswertes über die Strahlenexposition der Niedrigdosis-CT der Lunge
Durch die Einführung neuer Detektorsysteme lassen sich an modernen
CT-Geräten Lungenuntersuchungen mit einer sehr geringen Strahlendosis
durchführen. Mit der Multischicht-CT-Technik liegt die
Strahlenexposition bei ca. 0,2-0,6 mSv. Dies entspricht etwa einer
normalen Röntgenaufnahme in zwei Ebenen. Zum Vergleich: Jeder
Bundesbürger ist Jahr für Jahr einer Strahlung aus der Umwelt
ausgesetzt, die sich im Wesentlichen aus der natürlichen
Hintergrundstrahlung sowie aus Strahlung durch Baustoffe zusammensetzt.
Diese Strahlung beträgt im Durchschnitt ungefähr 2,5 mSv pro Jahr. Im
Einzelfall kann sie auch deutlich höher liegen, z.B. bei Flugreisen.
Vor- und Nachteile der Niedrigdosis-CT der Lunge
Bislang konnte nicht bewiesen werden, dass die Niedrigdosis-CT die
Sterblichkeit durch Lungenkrebs senken kann. In Fachkreisen gibt es
hierzu noch unterschiedliche Meinungen. Entsprechende Studien laufen
u.a. in den USA und in Frankreich. Vor diesem Hintergrund wird die
Niedrigdosis-CT zur Lungenkrebsfrüherkennung in einer Stellungnahme der
AG Thorax der Deutschen Röntgengesellschaft aus dem Jahr 2003 aus
statistischen Gründen noch nicht befürwortet. Den gesamten Wortlaut der
Stellungnahme können Sie bei der Deutschen Röntgengesellschaft nachlesen.
Bereits
jetzt kann man aber sicher davon ausgehen, dass die Niedrigdosis-CT dem
konventionellen Röntgenbild der Lunge weit überlegen ist. Mit der
konventionellen, üblichen Methode können nicht alle Lungenkrebstumore
entdeckt werden. Oft verstecken sich die Tumore hinter Gefäßen und
Zwerchfellkuppen, wo sie mit der zweidimensionalen Röntgenmethode nicht
erfasst werden können. Deshalb gilt die Niedrigdosis-CT in
Multischicht-Technik heute als die empfindlichste Methode zur
Lungenkrebsfrüherkennung.
Vorteil der Computertomographie ist auch, dass sie eine
Beobachtung des Krankheitsverlaufs ermöglicht. Mittels der von uns
standardmäßig durchgeführten computergestützten Analyse der CT-Daten
kann das Volumen eines Tumors exakt gemessen und kleinste
Größenveränderungen erfasst werden. So lassen sich anhand einer
CT-Verlaufsuntersuchung in drei- bis sechsmonatigen Abständen z.B.
gutartige Gewebeveränderungen anhand eines fehlenden Größenwachstums
zweifelsfrei verifizieren.
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