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MR-Angiographie
Die MR-Angiographie ist mittlerweile so weit entwickelt, dass die
Bildqualität derjenigen der konventionellen Angiographie gleichwertig
ist. Bei speziellen Problemen jenseits einer Gefäßverengung, z.B. in
einer Ober- oder Unterschenkelschlagader, liefert die MR-Angiographie
genauere Informationen als die konventionelle Angiographie.
Die
bisherige Standarduntersuchung war die Röntgen-Angiographie. Hierfür
wird ein dünner Schlauch (Katheter) von der Leiste aus in die Arterie
eingeführt.
Während durch den Katheter Röntgenkontrastmittel mit hohem
Druck eingespritzt wird, erfolgen Röntgenaufnahmen, die dann das
kontrastmittelgefüllte Gefäß zeigen.
Der Vorteil der MR-Angiographie gegenüber der herkömmlichen Röntgen-Angiographie:
Mit der MR-Angiographie ist es nicht notwendig, wie bisher einen dünnen
Schlauch (Katheter) von der Leiste aus in die Arterie einzuführen.
Damit entfällt auch die ca. vierstündige halbstationäre Aufnahme. Bei
der MR-Angiographie wird Ihnen lediglich ein Kontrastmittel in die Vene
gespritzt. Das MR-Kontrastmittel hat so gut wie keine Nebenwirkungen,
insbesondere keine nierenschädigende Wirkung. Es kann also auch bei
einer Nierenschwäche oder sogar bei Dialysepatienten bedenkenlos
eingesetzt werden. Zudem werden bei der MR-Angiographie keine
Röntgenstrahlen angewendet, sondern die Gefäße werden mit Hilfe eines
starken Magnetfelds dargestellt (s. Kernspintomographie ).
Was passiert bei der Untersuchung?
Für die Untersuchung werden Sie auf dem Untersuchungstisch bequem
gelagert. Über eine Kanüle wird ein venöser Zugang an einer Ihrer
Armvenen angelegt. Danach erfolgen zunächst einige MR-Aufnahmen ohne
Kontrastmittel. Anschließend wird durch eine Pumpe das Kontrastmittel
in die Kanüle injiziert und erneut Aufnahmen gemacht. Die
Untersuchungszeit beträgt 10-20 Minuten.
Was ist vor der Untersuchung zu beachten?
Für die Untersuchung ist keine besondere Vorbereitung erforderlich.
Muss ich für die Untersuchung nüchtern sein?
Nein, Sie können vor der Untersuchung wie gewohnt essen, trinken und ggf. Ihre Medikamente einnehmen.
Was ist nach der Untersuchung zu beachten?
Nach der Untersuchung können Sie wie gewohnt nach Hause bzw. zur Arbeit gehen.
Vorteile der MR-Angiographie gegenüber der Röntgen-Angiographie:
Es ist keine Punktion einer Schlagader notwendig, d.h.
- Es bestehen keine Probleme bei Blutgerinnungsstörungen
- Es bestehen keine Probleme mit Nachblutungen
- Es besteht keine Gefahr der Embolie durch den Katheter
- Sie können nach der Untersuchung Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen
- Es wird kein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel verwendet, d.h.
- Es gibt keine Probleme bei Schilddrüsenüberfunktion
- Es gibt keine Probleme bei eingeschränkter Nierenfunktion
- Es besteht nur ein minimales Allergierisiko.
- Die Gefäße werden dreidimensional dargestellt.
- Die Untersuchung ist deutlich schneller durchzuführen.
- Es ist keine Nachbeobachtung notwendig.
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